Als  es Herbst war, begann plötzlich der Himmel sich zu verdunkeln. Kein Sonnenstrahl drang mehr durch die Wolken und es wurde bitterkalt.

Die Riesen suchten sich eine Höhle und versuchten die Höhle mit einem Feuer warm zu halten. Das gelang nur mäßig.Die Ziegen gaben täglich weniger Milch und in diesem Dämmerlicht hatte Alp keinen Jagderfolg. Sie hatten Hunger.

 

 

Dann begann es zu schneien, Tag und Nacht und es wurde immer kälter. Täglich musste Alp den Höhleneingang vom Schnee befreien, um zu den Ziegen zu kommen. Wenige Tage später, als er wieder die Ziegen melken wollte, waren alle drei Ziegen erfroren. Alp brachte die Ziegen in die Höhle und begann sie über dem Feuer zu braten.

Drei Tage konnten Sie vom Fleisch der Ziegen essen, doch danach war nichts eßbares mehr in der Höhle. Den Rest hatte Fran bekommen, doch auch sie hatte Hunger und begann leise zu weinen.

"Wir werden zu den Menschen gehen, die haben Ochsen in ihren Ställen und wir werden uns diese Ochsen holen, sie töten und essen", sagte Alp. "Schließlich sind wir viel stärker als die Menschen!" Jasmund erschrak: "Wie sollen die Menschen ihre Felder bestellen, wenn Sie keine Ochsen mehr haben?" fragte er. Doch Alp schrie ihn an: "Willst Du zusehen wie Fran verhungert?" brüllte er so laut, dass die Berge erzitterten und Lawinen aus Schnee zu Tale stürzten. "Wir haben den Menschen oft genug geholfen, geh zu den Menschen, es wird Zeit, dass sie jetzt etwas für uns tun!" brüllte er. 

Traurig ging Jasmund in das Tal der Menschen. Er sprach mit ihnen: "Meine Freunde, seit Wochen haben wir keine Sonne gesehen, unsere Ziegen sind erfroren und wir haben seit Tagen nichts gegessen. Sogar Fran weint vor Hunger. Könnt ihr uns nicht helfen?"

Die Menschen gaben alles von ihren Vorräten, was sie erübrigen konnten, beluden damit 5 Ochsenkarren und fuhren zur Höhle der Riesen. Jasmund war schon vorausgegangen, um Fran zu sagen, wie nett die Menschen doch waren.

Als die 5 Ochsenkarren vor der Höhle ankamen, wartete Alp bereits auf sie und ein bösartiges Lächeln auf den Lippen, sagte er: "Mach Du schon mal Feuer, ich werde den Menschen helfen, das Essen in die Höhle zu bringen."

Mit einem Faustschlag tötete er die Ochsen und warf sie zusammen mit den Ochsenkarren in die Höhle. "JETZT haben wir genug, um satt zu werden," rief er, "und wenn es nicht reicht werde ich euch einen neuen Freundschaftsbesuch abstatten."

Die Meschen liefen ängstlich davon. Als Jasmund sah, was Alp angerichtet hatte ging er ganz nach hinten in die Höhle und weinte. Nichts wollte er essen, von dem, was Alp den Menschen geraubt hatte. Alp aß dafür um so mehr und als er mehr als satt war schlief er am Feuer ein.

In dieser Nacht weckte Jasmund seine Schwester Fran und sagte leise zu ihr: "Ich werde in die Ebene nach Nordland gehen. Man sagt, dort leben Herden von Wildtieren. Dort will ich versuchen eine Herde zu finden. Dann werde ich das Unrecht wieder gut machen, das Alp den Menschen angetan hat."

"Nimm mich mit", sagte Fran. "Ich will nicht hier bleiben, Alp ist böse!"

Und so nahm Jasmund Fran auf die Schulter und begann hinabzugehen nach Nordland in die Tiefebene.....

Doch dies ist der nächste Teil der Geschichte.

- Nordland -